Eine Fracht voll Staub


Die Augen brannten. Die dicke Lady stand still im Raum. Hier wollte ich verweilen, es zu Ruhe kommen lassen, denn  ich wusste, die folgenden Tage würden genauso anstrengend werden, wie die Tage zuvor. Doch statt hartem Erzabbau würde mich nun die anstrengende Frachternavigation auslaugen. Die Augen geschlossen und die Hände auf dem Panel, spürte ich, wie meine innere Vibratione langsam abschwächte, wie das dumpfe Gefühl im Kopf einer weichen Müdigkeit wich. Die erste Hälfte der Etappe war überstanden.

 Ich hatte Piraten in den Asteroiden Gürteln überstanden. Ich hatte noch Piraten auf meinem Weg zu überstehen. Ruchlose, suizidalle Ganker. Konnte ich gegen die Piraten in den Gürteln meine Drohnen einsetzen, war ich auf dem Rückweg auf Concord angewiesen. Würden Sie nur wenige Sekunden zu spät kommen, würde ich nicht nur mein Schiff  verlieren, sondern auch die Fracht. Ohne die Augen zu öffnen, tipte ich auf das Panel. Sofort setzte sie sich in Bewegung, träge ihrem Schicksal entgegen, ungewiss unserer Zukunft. Und ich in der Gewwissheit, nichts weiter tun zu können, als die sicherste und schnellste Route zu berechnen und auf die aktuellen Kometenbewegungen achtzugeben.



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